24h Rennen in Lofer

Am vergangenen Pfingstwochenende fand im österreichischen Lofer die Premiere des dortigen 24 Stundenrennen statt. (Bericht und Fotos: Stefan)

An die 300 Fahrer haben sich in dem beschaulichen Dörfchen nahe Salzburg eingefunden um am ersten Rennen zweimal rund um die Uhr der Saison 2010 teilzunehmen.
Auch Bike Aid - Sektion Ruhr - war dabei ;o)

2008 habe ich auf einer Alpenüberquerung teilgenommen und dabei Eric, Bernd und Wolfhard kennengelernt (Den tollen Tourbericht von Wolfhard findet Ihr hier).
Kurz darauf bin ich Mitglied bei Bike Aid geworden. Warum? Zunächst bin ich als gebürtiger Saarländer meinen Landsleuten natürlich eng verbunden und zum anderen finde ich die Idee hinter Bike Aid und den Spirit der Truppe super!

Mein Heimatrevier ist seit 2008 die schöne Elfringhauser Schweiz rund um Hattingen im südlichen Ruhrgebiet zwischen Essen, Bochum und Wuppertal. Da sich nur die wenigsten Menschen überhaupt vorstellen können, wie schön es im Ruhrgebiet sein kann, hier ein
paar Eindrücke (siehe die beiden Fotos unten rechts).

Aber wieder zurück zum Thema 24 Stunden von Lofer:
Nach meinem ersten 24 Stundenrennen im letzten Jahr vom Langstreckenvirus infiziert, bin ich mit meinen lokalen Bikekumpels vom Team 11Schweiz (www.team11schweiz.de - die Seite befindet sich derzeit im Wiederaufbau) nach Lofer aufgebrochen um bei der Premiere des Rennens im Viererteam zu starten (www.24h-Lofer.at).

Die Strecke erwies sich schon bei der Besichtigung als anspruchsvoll: Nach dem Start direkt 70 Höhenmeter zunächst auf Asphalt, dann auf einem steinigen Singletrail mit zwei Spitzkehren hochtreten, anschließend ein Downhill über einen stufigen Wanderweg bevor es auf die Talabfahrt der Skipiste ging. Anschließend eine Durchfahrt durch einen alten Bunker bevor es auf eine lange Drückerpassage aus dem Ort hinausging. Der Weg zurück wurde durch den verwinkelten Ortskern geführt, so dass schnell das geflügelte Wort vom „Monaco des Mountainbikens“ aufkam. Zum Abschluss dann eine kurze aber intensive Passage über aufgeweichten Mulch - fertig war die Marterrunde.

Das besondere Schmankerl war, dass es die vergangenen 14 Tage durchgeregnet hatte und der Downhill sich bereits nach den ersten Durchfahrten in eine Schlammkuhle verwandelt hatte. Jede Lenkbewegung mußte daher eher als unverbindlicher Vorschlag zur Richtungsänderung verstanden werden und blieb nicht selten ohne Wirkung - man war der Willkür der Strecke voll ausgeliefert. Schmierseife hat im Vergleich richtig Grip...

Die Bedingungen haben schnell dazu geführt, dass die gesamte Strecke voller Matsch war - und wie es kommen musste, fing es schließlich noch an zu regnen, so dass wirklich die gesamte Strecke zu einer Rutschbahn wurde.
Nichtsdestotrotz haben sich die meisten Teilnehmer tapfer durchgekämpft und die einhelligen Meinung war, dass die Veranstaltung ein ganz besonderes Flair hat und für die Zukunft noch einiges an Potential bietet.

Ach ja... wir sind am Ende 5. der 21 Viererteams geworden und ich hatte die Ehre die Schlussrunde zu fahren - im Bike Aid Trikot ;o)

Mein Saisonhöhepunkt ist auch schon dick im Kalender angestrichen: Das 24 Stundenrennen in Duisburg (www.24h-Duisburg.de) mit fast 1800 Teilnehmern. Ich möchte den 6. Platz aus dem letzten Jahr im Zweierteam verteidigen und - wenn möglich - unter die Top 5 fahren.

Stefan