BERICHT: Endorfin Guide & Ride

Die Bikeschmiede Endorfin bietet zu festen Terminen geführte Touren auf Testbikes an, auf die wir in unserem Forum aufmerksam gemacht wurden. Eine solche Gelegenheit muss man beim Schopf packen...
...und so machten sich bei kühlem aber bestem Oktoberwetter acht Mann und eine Frau von BIKE AID auf den Weg zu Endorfin nach Hauenstein.

Dort angekommen finden wir ein breites Angebot an Fullys, Hardtails und Rennräder sorgfältig sortiert und zum Teil auf Podesten ausgestellt. Wir nehmen gleich schon mal ein paar potentielle Test- und Austellungsbikes unter die Lupe und stellen fest, dass alle Räder bestens ausgestattet sind. Fox Gabeln, Reba, Sram XO oder Rohloff, Nobby Nic, alles was das Bikerherz begehrt und absolut geeignet für eine Tour in anspruchsvollem Gelände.

Inzwischen stellt sich auch unser Guide vor, den ich nur als Optimizer aus unserem Forum kenne und der im richtigen Leben Steffen heißt. Mir fällt noch ein Rennrad - natürlich aus Carbon - an der Waage auf, deren Nadel bei
6 Kg scheinbar hängen geblieben ist. Was das wohl kostet? Oder ein Türgriff an der Eingangstür der aus einem Carbonlenker von Easton mit abgesägtem Vorbau besteht. Mittlerweile sind noch andere Teilnehmer hinzugekommen so dass die Gruppe dreizehn Mann und eine Frau stark ist.

Dann ging es los mit der Frage:“ Wer will was fahren und wer braucht welche Größe?“ Theo der eigentlich Andreas (alias Warmduscher) heißt, aber nicht auf den Namen hört, hat gerade ein VP-4 SL in der Hand und stellt es vor mich mit dem Satz: “Hier das wolltest du doch fahren“.

Pedale werden montiert, Sattelstützen verschoben, Dämpfer abgestimmt, Bremsgriffe von rechts nach links getauscht, Luft in Reifen gepumpt.

Bis jeder sein richtiges Setup gefunden hat dauert es ca. eine halbe Stunde. Die ersten paar Meter vor der Tür sagen mir: “Passt wie angegossen“.

Mit Tune Laufrädern, Marta Bremsen, X0 Schaltung, DT Swiss Dämpfer und R7 Gabel sollte normal auch nichts schief gehen.

Dann geht es nach einer kurzen Einweisung vom Optimizer endlich los.

Wir rollen ein paar Meter durch den Ort an einen längeren Anstieg zum aufwärmen und ein paar Trails später kommen wir zu einem gruppenbildtauglichen Aussichtspunkt. Dabei treffen wir auf ein paar Wanderer, wir kennen das schon vom Donon, natürlich Saarländer.

Übrigens treffen wir während der ganzen Tour ständig auf Wanderer, die auch teilweise in Gruppen unterwegs sind, ohne in irgendwelche Konflikte zu geraten.

Je länger die Tour dauert um so mehr muss ich feststellen, dass die Gegend wohl extra für Mountainbiker gemacht worden ist. Knackige Anstiege wecheln ständig mit flowigen Trails.

Kurze Halt’s , eigentlich gedacht zum Verschnaufen oder die Aussicht zu genießen, werden immer wieder genutzt zum Biketausch. Hardtails gegen Fullys, Rohloff gegen Sram, Allmountain gegen Tourer.

Leider schließt mich mein Pedalsystem von diesem Wechselspiel aus aber die Leichtfüßigkeit meines Bikes bergauf und Souveränität bergab, tröstet mich locker darüber hinweg.

Die Drachenfelshütte, bei der wir unsere Mittagspause in der Oktobersonne verbringen, bietet deftige Pfälzer Spezialitäten sowie andere Leckereien und natürlich Getränke.

Gestärkt und ausgeruht geht es anschließend weiter durch den Pfälzer Wald, bis bei der nächsten Ortsdurchfahrt eine Panne unsere Weiterfahrt zunächst mal stoppt. Was war passiert? Wahrscheinlich hat das Käsebrot mit Zwiebeln dem Michel eine solche Kraft verliehen, dass das Kettenblatt bei einem kurzen Antritt brach. Da das Bike von Michel wegen der Rohloffnabe nur ein Kettenblatt vorne hat ist die Fahrt für Ihn hier zu Ende.

So dachten wir eigentlich, aber Optimizer ruft kurz Rüdiger an, der uns noch kurz vorher an der Hütte besucht hat, und nach einigen Minuten steht der Endorfin-Bus neben uns. Die Klappe auf, kaputtes Rad rein, neues Rad raus und schon geht es weiter.

Irgendwann kommen wir zum letzten Anstieg des Tages der ziemlich lang und steil ist, zumindest für unsere gewohnten Verhältnisse. Einhelliger Kommentar am Ende dieser Steigung: “Oh leck“.

Doch die Belohnung folgt auf dem Fuße, denn ein schöner langer Trail, zuerst noch etwas wellig, dann richtig flowig bringt uns zurück nach Hauenstein.

Nach den letzten Metern auf der Straße und ca. 1200 Hm kommen wir wohlbehalten bei Endorfin an, wo uns noch Flammkuchen angeboten wird.

Fazit: Super Tour, Super Bikes, absolut perfekt und empfehlenswert.
An dieser Stelle nochmal vielen Dank an unsere Guides und an das Endorfin Team.

Richard





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